Fedora 18 scheint nicht so meins zu sein

Ich habe heute beschlossen nach langer langer Zeit meinen alten PC (11 Jahre alt) von Fedora 17 auf 18 zu aktualisieren. Leider hat dies nicht so geklappt wie zuvor mit preupgrade von, wenn ich mich recht erinnere, 14 bis 17. Preupgrade gibts nicht mehr so richtig. Jedenfalls wird fedup empfohlen. Dieses kann von einem heruntergeladenen ISO oder per Netzwerkadresse eine Aktualisierung vornehmen. Der fedup-cli --iso /home/leszek/Downloads/Fedora18.iso Befehl (ja der Pfad stimmt so)    hat aber in einem Programmabsturz des Python basierenden fedup-cli Tools gesorgt. Er konnte irgendein Modul nicht importieren. (ich hab mir geärgert und zu meiner Schande den konkreten Namen vergessen)



Also hab ich mir ran gemacht und versucht via yum zu aktualisieren. Das geht mit ein zwei Handgriffen. Vorher noch extra die rpmfusion und weiteren Fremdquellen deaktiviert. Das Update lief auch ganz ordentlich (bis auf die nervigen dauernden Sperrbildschirme. Wer hat eigentlich dort den Standard eingestellt ?) nur fror der PC auf einmal ein. Also so richtig. Es tat sich auch nach mehreren Stunden nichts und der Mauszeiger war unbeweglich festgefroren. Also dachte ich mir ok starte ich einfach mal neu.
Das hat natürlich bei einem halbaktualisierten System dafür gesorgt das ich erstmal beim neuen Kernel, der wohl schon eingerichtet war, ein Kernel Panic bekam. Nix wildes ich bin das ja schon gewohnt von Fedora, dass der bei Kernel Updates kein initrd baut, warum auch immer.
Nach dem ich mit dem alten Kernel gebootet habe und Xorg zwar startete aber GDM bzw. Gnome-Shell nicht so richtig wollte habe ich erstmal versucht die letzte Transaktion, so nennt yum den Installationsprozess, fortzusetzen.
Das ist im Prinzip keine schlechte Sache nur leider brachte sie am Ende wenig. Ein zwei Pakete sollten installiert werden konnten wegen Konflikten bzw. teilweise auch weil sie bereits installiert waren nicht fortfahren.
Ich entschied mich dann einfach mal diese Pakete neuzuinstallieren. Im Endeffekt hab ich versucht mehrere Stunden da etwas zu reparieren, aber es war für die Katz.
Also dachte ich mir ok, hab eh lang nicht mehr neuinstalliert also bau ich mir mal nen Live USB Stick mit Fedora 18 und bügele das auf die Platte.
Nachdem der PC überredet wurde den USB Stick zu erkennen (ja seltsamerweise schaltet er USB Geräte beim Kaltstart einfach ab und ich muss erst ins Betriebssystem booten und dann einen Warmneustart machen damit das Blinklicht am USB Stick anbleibt) und bootete begrüßte mich die Fedora Installation. Der neue Anconda Installer auf dem Live Stick ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich habs geschafft, dass der die alte Fedora Partition formatiert und als / nutzen soll.
Installation verlief auf dem betagten Rechner mit gut einer halben Stunde recht schnell. (obwohl es da schon schnelleres gab)
Nach der Installation, die übrigens nur durch einen kleinen Text anzeigt, dass sie fertig ist, hab ich dann neugebootet und wurde von einem kaputten Grub begrüßt, dass meckerte das es die Config nicht finden kann.
Irgendwie scheint der Installer von Fedora kein Grub in den MBR installiert zu haben, weiß der Geier warum. Ich wurde auch nicht wirklich danach gefragt. Vermutlich hab ich im Partitionierungswerkzeug irgendwas übersehen.
Jedenfalls hab ich dann erstmal Grub installieren und auch konfigurieren müssen. Das ging mit der --force Option bei Grub2-Install auch. Warum das nicht gleich ging ist mir immer noch ein Rätsel. Ein Debian grub-install /dev/sda hat immer geklappt bisher.
Bin also etwas enttäuscht von der neuen Fedora Version. Ich werde, da ich es jetzt schon installiert habe, doch noch etwas rumspielen und die Gnome Version versuchen auf 3.8 zu aktualisieren.



Knetworkmounter

Ich ärgere mich schon seit einiger Zeit, dass es keinen vernünftigen Videoplayer in der KDE SC gibt, der über Netzwerk per KIO Videos vernünftig abspielen kann. Daher mounte ich gerade seit geraumer Zeit manuell per sshfs und spiele dann mit VLC oder Mplayer meine Videos ab.
Und ja ich weiß dass VLC ein sftp Plugin hat, leider hat das noch nie funktioniert bei mir und bleibt ständig in der Passwortabfrage und spielt nichts ab.
Der Dragon Player von der KDE SC spielt das Video dann zwar ab, hat aber (zumindest mit dem VLC Backend) den blöden Bug, dass es entweder keine Zeitleiste gibt bzw. diese nicht funktioniert und dass das Pausieren des Videos nicht möglich ist egal wie häufig man auf den Pause Button hämmert.



Aus diesem Grund kam ich auf die Idee ok schreib ich mir meine eigene kleine GUI für das mounten von Netzwerkfreigaben. Und wo ich schon mal angefangen habe kann ich ja auch gleich andere Protokolle, wie smb und nfs unterstützen. Hab heute das Projekt gestartet und ihr könnt euch den in Qt4 C++ geschriebenen Code hier anschauen: https://launchpad.net/knetworkmounter


Fahrplan auf dem N9 Meego Harmattan

Seit einiger Zeit benutze ich auf einem N9, dass hervorragende Programm Fahrplan von dem Entwickler smurfy. Leider hat ein offizielles Update auf die Versionsnummer 2.0.10 aus dem Nokia Store irgendwie die Programmfunktionalität zerstört.(zumindest für Bahn.de) Zwar werden die Fahrten noch angezeigt, eine Detailsansicht also somit auch die Ansicht über die Züge bzw. Busse in die man Einsteigen muß, ist aber nicht mehr aufrufbar bzw. wird mit einem Hängenbleiben quittiert.
Aus diesem Grund habe ich nach einer Lösung gesucht und diese auch gefunden. Ich habe mir die Version als deb Paket für das N9 Meego Harmattan System von hier besorgt: http://repo.pub.meego.com/home:/smurfy/MeeGo_1.2_Harmattan_Maemo.org_MeeGo_1.2_Harmattan_standard/armel/



Bevor man dieses Paket installieren kann, muß vorher die installierte Fahrplan  App deinstalliert werden. Danach kann die deb Datei direkt aus dem Downloadmanager herausgeöffnet und installiert werden.
Diese Version weißt sich auch als 2.0.10er Version aus, kommt aber mit einer Reihe von besseren Features daher. So funktioniert zu aller erst die Detailsansicht wieder, aber auch die Standardansicht zeigt nun auch die Züge bzw. Busse an, in die man einsteigen muß. Außerdem lassen sich jetzt bei der Suche auch Zwischenstationen einstellen.


Zukunftsgedanken zu Neptune

Vor wenigen Minuten habe ich mal wieder eine neue Neptune Beta Version freigegeben. Dies ist bereits unsere zweite Beta Version die komplett für 64bit fähige Prozessoren ausgerichtet ist. Das besondere aktuell bei dieser Beta Version ist das wir auch erstmals den KDE Plasma Desktop als Beta Version ausliefern um so möglichst eine große Anzahl an Testern auch heran führen können einmal KDE vor einer finalen Veröffentlichung anzutesten und Fehler zu berichten. Ich fand gerade diesen Aspekt hat in den letzten Jahren eigentlich bei KDE gefehlt. Sicherlich es gibt die OpenSUSE Build Service Quellen und auch Kubuntu präscht immer mit neuen PPAs vor, die auch Entwicklungsversionen von KDE vorliegen haben, jedoch fehlt ein Live System, eine ISO die man einfach herunterlädt kurz auf einen USB Stick packt und dann mal ausprobiert. Dies haben wir nun mit Neptune 3 Beta 2 geschaffen und hoffen da auf positives Feedback (hoffentlich auch aus der KDE Entwicklergemeinde)


Neptune 64Bit Beta Logo
Neben KDE gibt es auch wieder einen neuen Kernel, in diesem Fall 3.6.9. Unser Kernelbauer hat sich mal wieder angestrengt, dass beste an WLAN Patches für Treiber mit einzubauen, so dass hier keinerlei größere Probleme auftauchen sollten. Wie man aber sieht, handelt es sich nicht um den allerneusten Kernel. Wir bleiben zwar bei dem Punkt aktuell, aber das 'Bleeding Edge' ist es nicht. Genauso soll es sich eigentlich auch mit der Debian Basis verhalten, bei der wir für diese Version beschlossen haben auf Debian Wheezy und nicht mehr den Testing Zweig zu setzen (das macht aktuell Dezemeber 2012 noch keinen großen Unterschied, aber nach dem Release von Wheezy doch)
Zu dieser Überzeugung, dass nun so zu lösen, sind wir gekommen, da uns der Debian Testing Zweig im letzten Jahr vor größere Probleme der Wartbarkeit gestellt haben. Ein paar Pakete und der Support für einige Hardware brach auf einmal zusammen und teilweise waren auch unsere Pakete (gerade die KDE Pakete) nicht mehr mit Debians eigenen kompatibel. Aus diesen Fehlern haben wir nun gelernt und wollen es nun besser und stabiler machen, gerade auch für die Nutzer die unser System auch tatsächlich auf Festplatte installieren. Denn gerade das ist, wie wir feststellen mussten doch in den meisten Fällen der Fall. Der ursprünglich von uns gesetzte Fokus ein Live System, mit der Möglichkeit mit Persistenz und Snapshots, auch Daten zu speichern, rückt von daher immer mehr in einen Hintergrund. Das wird nicht heißen, dass wir hier diese Features streichen werden, sondern ganz einfach, dass wir unseren Hauptfokus verschieben werden. Gott sei Dank lassen sich ja auch diese zwei zunächst gegensätzlichen Themen miteinander kombinieren. So haben wir eine neue Nested Installationsmethode entwickelt, die quasi unser Live System mit Persistenz und Snapshot Support auf Festplatte installieren kann. Dies befindet sich zwar noch in den Kinderschuhen, funktioniert aber bei ersten Tests schon recht gut und hat sogar den Vorteil, dass es Speicherplatz spart, da wir nur etwa 2.5 GB freien Festplattenplatz brauchen, im Gegensatz zu fast doppelt soviel bei einer normalen Festplatteninstallation.
Unser neuer Fokus auf stabile Installationen und Update Prozesse bremst allerdings nicht unseren Tatendrang neues auszuprobieren. So haben wir bereits einige Sachen, die wir bereits aktiv auch auf die Inklusion in Neptune 3 und darüber hinaus testen. Bestes Beispiel Systemd. Das neue quasi Standardinit System, dass es auch schon in Debian Wheezy gibt, haben wir bereits im Einsatz und testen es somit fast täglich um zu schauen ob dies nicht ein Standard werden könnte. Gerade bei SSDs, aber auch bei Festplatten und gerade auch bei 64Bit Systemen ist der Einsatz von Systemd schon deutlich spürbar, wenn es um die Ladezeiten des Betriebssystems selbst bis hinzum fertigen KDE Plasma Desktop geht. Hier und da gibt es noch ein paar ungereimtheiten, wie beispielsweise ein standardmäßig deaktivierter Thinkfan Service für die Lüftersteuerung von ThinkPads, obwohl das Paket installiert wurde. Insgesamt sind wir aber recht zuversichtlich, dass wir spätestens mit Neptune 4 auch Systemd standardmäßig einsetzen können.
Neben diesen Systemnahen und meist auch Debian spezifischeren Sachen planen wir auch bereits die Weiterentwicklung von unseren eigenen Tools.
Ja wir liefern auch eigene Tools aus, ein Fakt, der leider bei vielen Tests von Neptune manchmal unter den Teppich gekehrt wird.
Eines der besten dieser Tools ist aus meiner Sicht Encode. Ein Audio und Videokonvertierprogramm, dass die mächtigen Funktionen von ffmpeg in einer einfachen grafischen Oberfläche vereint und so nützliche Dinge, wie konvertiere mir mal das Video in die und die Formate und anschließend noch das Video in dieses Format mit einem einfachen Warteschlangensystem realisieren kann.
Dies planen wir in Zukunft weiter auszubauen und zum Großteil auch die grafische Oberfläche neuer und schicker zu gestalten. Hier haben wir ein Auge auf das kommende Qt5 mit QML geworfen. Mit den Qt-Desktop Components, die wohl leider nicht mit Qt 5.0 erscheinen werden, kann man herrlich simple grafische Oberflächen bauen die mit netten Effekten aufgewertet werden können.
Dies wird genauso wie bei KDE auch bei unseren Tools für Neptune vermehrt zum Einsatz kommen in der Zukunft.
Wo wir gerade bei eigenen Tools waren, einige ZevenOS Nutzer vermissen evtl. bei der letzten Version unseren Netbook Launcher MAGI2, der bei der aktuellen Neptune Version noch mit an Board ist. Dies hat einen einfachen Grund. Wir haben für unsere Verhältnisse fast schon gewaltige Entwicklungsarbeiten auf uns genommen MAGI2 so umzuschreiben, dass es für Tabletcomputer und Touchscreengeräte geeignet ist. Nicht nur das, wir haben gleich ein ganzes Oberflächensystem mit einigen Programmen und einer eigenen API geschrieben, die allesamt auf QML und zum größten Teil auch auf Python beruhen. Wir haben also quasi innerhalb des Neptune Projektes ein eigenes kleines Projekt gestartet, dass es uns erlauben soll Neptune auch auf Tablets mit einer anderen Oberfläche laufen zu lassen. Warum nicht Plasma Active oder Unity unterstützen höre ich es fast schon gespenstisch als erste Frage hallen. Ich habe ja bereits erwähnt, dass es für uns eine gewaltige Entwicklungsaufgabe war. Und diese Entwicklungsaufgabe begann bereits als Plasma Active noch in den Kinderschuhen steckte und man von Unity außer auf dem Netbook noch nichts gehört hatte.
Warum ist denn noch nichts erschienen könnte man jetzt fragen. Das liegt schlichtweg daran, dass wir noch nicht ganz zufrieden mit unserer Arbeit sind und möglichst unser bestes geben wollen auch für eine erste öffentliche Version (wer genau sucht wird übrigens finden, dass wir die Quellen doch offen halten und jeder mitentwickeln kann, nur dass wir keinen großen Wind drum gemacht haben bisher).
Mehr zu MAGI2, sowie eine ausführliche Präsentation wird es mit Sicherheit nächstes Jahr geben. Auf jeden Fall finden wir es wichtig auch in diesem Tablet und Touchscreenbereich etwas freie Software ausliefern zu können, egal ob wir nun die Welt ala Android und iOS damit erobern oder auch nur 5-10 Mann glücklich machen damit (wir inkludieren uns teilweise mal auch in die 5-10 Mann). Es ist auf jeden Fall ein guter Erfahrungsschatz der mit dieser Arbeit gewonnen wurde und auch in Zukunft gewonnen werden kann.
Insgesamt bleiben wir also mit dem Neptune Projekt oben auf und hoffen, dass wir auch in Zukunft interessante Arbeiten leisten, die eine Vielzahl von Interessierten anlocken kann. (Nutzer und Entwickler)

Warum Canonical "eigene" Hardware bauen sollte

Viele sind derzeit verärgert, über den etwas plump wirkenden Versuch Canonicals, Geld mit Amazon Werbung in der Dash zu verdienen.Die Vorgabe Mark Shuttleworths mit Ubuntu Geld zu verdienen scheint nun tatsächlich immer greifbarer, auch für den User, zu werden. Aus diesem Grund habe ich mir mal so meine Gedanken gemacht, wie Canonical evtl. alternativ richtig viel Geld verdienen könnte. Allerdings ist dieses Vorgehen natürlich mit einer Reihe von Risiken verbunden, die man aber, wenn man wirklich Geld verdienen will, eingehen muss.

Ubuntu Dash in 12.10 mit Amazon Search Plugin


Wenn ich mir so die Geräte und Elektronik der verschiedenen Firmen der letzten Jahre anschaue kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Einnahmen durch Software alleine immer stärker abnehmen oder immer mehr in einen "App" Markt abgedrängt werden, der anders zu funktionieren scheint, als der bisherige Softwaremarkt. Richtig Geld wird eher mit kombinierten Systemen verdient, ein Konzept, dass Apple seit Jahren fährt, aber erst seit einigen Jahren richtig erfolgreich. Die Kombination aus Hardware, sowie darauf zugeschnittener Software, ist wohl eines der Hauptargumente auch derjenigen, die sich jedes neue Apple Produkt holen, egal wie kritisch es auch von Medien und Experten gesehen wird. Das "gute Gefühl" beim Kauf von Apple Geräten, wird aber wohl auch durch die anscheinende Exklusivität hervorgerufen. Ein iPhone ist eben einzigartig und es gibt kein iPhone von HTC, Samsung (na gut, evtl. doch :P), Nokia oder anderen.

HP Veer mit WebOS


Diese Exklusivität hat auch bereits anderen zu reichlich Popularität gebracht. HP beispielsweise hatte relativ gute Kritiken zu ihren WebOS Geräten bekommen und jeder der eines besessen hat, wollte es eigentlich nicht so recht freiwillig hergeben. Leider wurde dies aber, durch die leider immer häufiger auftauchenden Industrie Selbstmörder bzw. Kastrierer, kaputt gemacht.

Die Idee dieses Konzept auch auf Ubuntu umzusetzen liegt also nahe und wird teilweise auch von der Community vorangetrieben. Ein Ubuntu Tablet Beispielsweise oder ein Ubuntu Smartphone, dafür gibt es bereits von der Community erarbeitete Konzepte, die quasi danach schreien Sie umzusetzen.
Ubuntu Tablet Konzept von ~lucasromerodb
Ubuntu Smartphone Konzept
Aber nicht nur für diese neuen Plattformen, auch für die klassische PC Plattform, will die Community wohl etwas mehr Exklusivität hineinzaubern mit speziellen Ubuntu Geräten, wie einem Mini PC oder einem Notebook.
Ubuntu Mini PC Konzept von ~lucasromerodb

Ubuntu Notebook Konzept von Nick Rutledge
Natürlich bin ich nicht so utopisch veranlagt zu denken, Canonical schafft das alleine. Nein, dazu braucht man einen Hardwarepartner. Canonical hat da gleich mehrere die sehr gerne auch Ubuntu pushen. Einer der erfolgreichsten PC Hersteller beispielsweise, Dell, gehört zu diesen Partnern. Von diesem oder anderen Partnerschaften kann man sich durchaus erhoffen, dass das Konzept eines Ubuntu PCs / Notebooks / Smartphones / Tablets umgesetzt werden könnte.
Canonical kann es hier sogar ein wenig Apple nachahmen (was Ihnen ja sowieso schon immer nachgesagt wird) und gleich auch die passende Cloudinfrastruktur, UbuntuOne, auf allen Geräten ausliefern, um so ein einheitliches aber immer noch offenes System anzubieten, dass sich über Geräteklassen synchronisieren lassen kann.
Wem diese Schritte evlt. zu drastisch sein sollten, dem seie gesagt, wenn man es richtig macht, hätte dieser Schritt nicht nur Vorteile für Canonical und Ubuntu, sondern für den ganzen Linux Distributionsmarkt. Würden sich diese Geräte erfolgreich verkaufen, wäre eine Plattform geschaffen auf denen auch andere Linux Distributionen springen könnten und Canonical darauf Konkurenz machen.Natürlich muss Canonical so besonnen sein und die Tugenden der Offenheit, der Zusammenarbeit der Community und andere Ubuntu spezifischer nicht über Board zu werfen.
Ich fürchte aber mit dem aktuellen Schritt den Ubuntu in 12.10 geht, wird man noch etwas warten müssen, bis auch die Jungs und Mädels von Canonical, sowie der wohlwollende Diktator auf Lebenszeit (Benevolent Dictator for Life) Mark Shuttleworth, die Chance erkennen mit Hardware und Software zu punkten.
Will Canonical sich aber im Heimnutzerbereich behaupten müssen sie, aus meiner Sicht, diesen Schritt früher oder später gehen um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.

openSUSE 12.2 - Auf festen Beinen

Wie vor einigen Wochen zu hören war, steht es um die Entwicklung von openSUSE nicht mehr so gut. Die Entwickler suchen nun nach einem neuen Model für die Entwicklung des Systems. Ich hab mir aus diesem Anlass mal die aktuelle Entwicklungsarbeit in Form von openSUSE 12.2 Beta 2 angeschaut.

Bootlogo auf Virtualbox (etwas verutscht)
An Neuerungen bringt openSUSE 12.2 eine ganze Menge mit. So kommt neben einem Kernel 3.4 auch Systemd zum Einsatz, der den Start deutlich beschleunigt. In meinen Tests in der virtuellen Maschine (VirtualBox) auf einer herkömmlichen Festplatte braucht der Start zum Login Manager rund 20 Sekunden. Zum vollständigen KDE 4 Desktop braucht es dann nochmal 10-15 Sekunden länger. Auf einer SSD ist das natürlich deutlich schneller.
Der KDE 4.8.4 Desktop erstrahlt im bekannten Standarddesign mit einem in grün gefärbten openSUSE Hintergrund. Effekte werden, wenn möglich, automatisch aktiviert und das auch in einer virtuellen Maschine. Dafür wird auch direkt der VirtualBox Treiber für die Grafikkarte beispielsweise mitgeliefert.

KDE 4.8.4 Desktop im openSUSE Design
KDE wurde wieder aufgebohrt mit einigen Patches und Änderungen. Mit dabei beispielsweise, der leider immer noch nicht übernommene Patch zur Darstellung der Panelhöhe in Pixel, oder auch das Sysinfo KIO, dass einem neben aktuellen Medien auch Informationen zu verwendeten Hardware sowie Netzwerkkonnektivität bietet. Im Multimediabereich wird das beste was KDE Software zu bieten hat in Form von Amarok, für Musikverwaltung, und Kaffeine, für Videowiedergabe egal ob von DVD, Lokal oder DVB-T/S.
Das Herzstück von openSUSE, und das egal auf welchem Desktop, ist die Konfigurationszentrale YAST 2, die in einem wunderschönen Design daherkommt.
Yast2 - Die Konfigurationszentrale unter openSUSE 

Mit YAST 2 kann man im Grunde alles konfigurieren was man am PC konfigurieren will. Ob nur das Einrichten der Soundkarte oder des Druckers, oder auch komplexere Sachen, wie das Einrichten eines WebServers oder bestimmter Freigaben für Windows(SMB) oder UNIX (NFS), alles kein Problem mit YAST 2. Dank der Anbindung an WebYast kann man sein System auch aus der Ferne per Webbrowser steuern und konfigurieren.
Software nachinstallieren wird ebenfalls per in YAST enthaltenem Paketeinstaller durchgeführt. Dieser besitzt eine Kategorieansicht sowie eine durchaus mächtige Suche. Leider scheinen die Software Beschreibungen zu den Programmen nicht immer lokalisiert zu sein. Das Auffinden von Software für einen Anfänger ist, wenn er nicht genau weiß wonach er sucht, etwas kniffelig. Man muss sich durch die in den Kategorien befindlichen Programmen klicken und die Beschreibung lesen um zu gucken, ob es das ist was man sucht.
Software Installieren und Löschen unter openSUSE

Ebenso fehlen eine Screenshotfunktion oder gar eine Bewertung der Applikation. Man muss also selber erstmal installieren um sich einen Eindruck zur Anwendung zu holen oder im Netz nach Eindrücken suchen.
Hier scheint also noch Nachholbedarf zu sein, auch wenn die Installation dann von Programmen durchaus flott und schnell von statten geht.
Die Integration von GTK-Anwendungen in die KDE Oberfläche ist wieder einmal super gelungen. Bestes Beispiel stellen hier Firefox 13 und Thunderbird 13 dar.
Firefox 13 im Oxygen-GTK Look mit Anpassungen für KDE
Diese werden nicht nur optisch mit dem Oxygen-GTK Theme so gestyled, dass diese quasi perfekt in den Desktop passen, sondern erhalten sogar patches, so dass der native Öffnen/Speichern Dialog von KDE genutzt wird. Als vorinstallierte GTK-Anwendung wird neben Firefox auch Gimp, in der brandaktuellen Version 2.8, mitgeliefert. Die Integration von Gimp ist ebenfalls sehr gut gelungen, dank der harten Arbeit des Oxygen-GTK Teams.
Ein spezielles meist auf GTK basierendes Programm stellt LibreOffice dar, dass natürlich auch von openSUSE in der aktuellsten Version mitgeliefert wird. Hier zeigt sich, genauso wie bei Gimp, die einheitliche Integration der Programme, durch kleine Anpassungen wie z.B. den Splash Screen.
LibreOffice Splash Screen unter openSUSE 12.2
Dadurch fühlt sich das System insgesamt stimmiger an und es wirkt professioneller. Das merkt man auch an fast jeder Ecke von openSUSE.
Richtig toll gelungen ist immer noch der Update Manager bzw. dessen Funktion, dass bei einem ersten Update, Grafikkartentreiber (proprietär) falls gebraucht und Codecs sowie der FlashPlayer nachinstalliert werden. Das erspart einem Zeit da extra was herunterladen zu müssen. Aber selbst wenn, so kann der One-Click-Installer binnen Minuten ein neues Repo einbinden und eine bestimmte Software herunterladen.
Genauso einfach lässt sich auch die Softwarequellenliste manuell bearbeiten. Bzw. hier gibt es auch eine recht große Auswahl von verschiedenen Quellen die man mit einem Hacken nur aktivieren braucht. Mit dabei sind z.B. extra VLC oder Mozilla Quellen mit den neuesten stabilen Versionen ihrer Software oder auch Community Quellen die einem das Abspielen von verschlüsselten DVDs und mehr ermöglichen. Auch das Wechseln auf die Tumbleweed Rolling Release mit meist Bleeding Edge Anwendungen ist mit wenigen Handgriffen gemacht.
Mit openSUSE kann also vom Einsteiger bis zum Geek, der immer aktuellste Software auf seinem Rechner haben will, jeder seinen Spaß haben. openSUSE 12.2 steht somit nicht wesentlich schlechter dar als seine Linux interne Konkurenz. In vielen Punkten steht es sogar besser da. Man kann hier über den ein oder anderen Punkt streiten aber YAST 2 ist und bleibt eine komfortable und gute Konfigurationssoftware für den Desktop. Der One-Click-Installer ist eine geniale Erfindung, die nur noch mit einem "Software Center" als Webseite gekrönt werden müsste. Die Auswahl an Software und die Möglichkeit Softwarequellen von einer bestehenden Liste hinzuzufügen ist gut durchdacht und erlaubt selbst Einsteigern das langsamere herantasten an Funktionen eines fortgeschrittenen Nutzers.

openSUSE ist und bleibt eine solide Linux Distribution die vom Anfänger über den Server Admin bis hin zum Bleeding Edge liebenden Geek alle bedienen kann. Bereits die Beta Version läuft sehr stabil und steht dank der gut 8 monatigen Entwicklungsphase auf festen Beinen. Die Aufkommende Diskussion über einen neuen Releaseplan und eine veränderte Entwicklungsarbeit in openSUSE sollte niemanden in Panik versetzen oder gar davon abhalten openSUSE 12.2 auszuprobieren. Es ist zwar ärgerlich, dass dieses Release wohl 2 Monate später als geplant heraus kommen wird, aber ein Beinbruch sehe ich da noch nicht.

Arbeiten an Neptune 64Bit schreiten vorran

Die Arbeiten an der 64 Bit Version von Neptune schreiten vorran. So kann ich heute die erste TestISO präsentieren die mit unserer 64 Bit Basis ausgeliefert wird.
Auf der rund 550 MB großen ISO befindet sich allerdings nur ein abgespecktes Userland mit e16 als Fenstermanager, xxxterm als Webbrowser, claws-mail als Mail client und deadbeef sowohl als auch gnome-mplayer als Medienabspieler.

Ich empfehle dieses ISO nur als Test als Live System zu nutzen, dennoch kann es natürlich auch als minimales Produktivsystem installiert werden.
Falls ihr bei den Tests Probleme findet mit Hardwaresupport oder ähnlichem, meldet euch bei uns, damit wir das beheben können.
Die ISO gibts hier: http://content.wuala.com/contents/Neptune%20Share/e16-neptune64.iso?dl=1